Vernissage am Samstag, 11. April 2026 um 19:00 Uhr
Dauer: 11. – 26. April 2026
William Schanzer spielt bewusst mit der Grenze zwischen Abstraktion und Figuration, zwischen Malerei und Zeichnung, dem Chaos und einer heilen Welt.
Diese Bilder fordern die Wahrnehmung des Betrachters heraus, die zwischen der sofortigen Erfahrung des abstrakten Gestus und der allmählichen Entdeckung der verborgenen Formen hin- und herwechselt.
Bei genauerem Hinsehen und oft erst nach längerem Betrachten werden in scheinbar rein abstrakten Strukturen figürliche Darstellungen, Gesichter, Tierformen und mythologische Anspielungen sichtbar.
Die Tatsache, dass sich die figurative Form aus der Abstraktion erhebt (und nicht umgekehrt, wie bei der Pareidolie in Wolken), deutet auf eine gezielte, meisterhafte Kontrolle des Materials hin, die über den Zufall des Action Paintings hinausgeht.
Da William Schanzer gezielt abstrakte Mittel (Action Painting) verwendet, um bewusst eine verborgene oder sich erhebende Karikatur zu schaffen, ist das Wahrnehmungsspiel einzigartig und als kontrollierter Vexier-Effekt in der Tat sehr speziell. Der „dritte Blick“ auf die „Karikatur“ im Fokus, kombiniert mit Abstraktion, unterstreicht seine Originalität.











